Überraschender Vizemeistertitel bei der Bezirksmeisterschaft U18

Die personellen Voraussetzungen für die weibliche U18 Bezirksmeisterschaft waren alles andere als optimal. Durch den „geplanten“ Ausfall von Lucie und Sarah standen von den 3. Damen nur noch vier U18 Spielerinnen zur Verfügung. Daher konnten wir glücklicherweise Jennifer Imm und Jennifer Garz von der 4. Damen, Steffi Luttkus aus Vöhrum –die uns bereits beim Regionsentscheid unterstützte- und Lena Hoffmann rekrutieren. Erfreulichenweise kehrte Sarah einen Tag früher aus der Skifreizeit zurück, so dass wir mit neun Spielerinnen planen konnten. Leider kam es etwas anders als gedacht. Ob es an der frühen Abreise am Sonntagmorgen lag oder ein mir nicht bekannter Grund vorlag, es fehlte jedenfalls Jennifer Garz am Treffpunkt. Da die Witterung keinen weiteren Aufschub duldete, fuhren wir zu acht nach Weende. Eine wunderschöne neue Vierfachhalle erwartete uns. Von den gesetzten sechs Mannschaften erschienen nur fünf, so dass der Spielmodus auf jeder gegen jeden mit zwei Sätzen geändert wurde. Unser erster Gegner war mit Hann-Münden der Zweitplatierte aus dem Bereich Süd-Nds. Lena fieberte ihrem ersten Einsatz entgegen, doch eine Fußverletzung aus der letzten Woche ließ nach dem Einspielen nur ein Humpeln zu. Da waren es nur noch sieben! Wir starteten in das Spiel etwas verschlafen und mussten schnell einem Rückstand hinterherlaufen. Doch das ist bei unseren Mädels -aus Erfahrung- kein Grund zur Panik. Wir brauchen halt am Anfang etwas länger. Panik kam erst auf, als Steffi mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden lag und sich den umgeknickten Fuß hielt. Da waren es nur noch sechs! Geplant war im 4-2 System zu spielen mit Lara und Christin als Zuspieler. Doch Christin behinderte ihr getapter Daumen doch mehr als gedacht beim Pritschen, so dass wir auf 5-1 umstellen mussten. Für Lara bedeutete dieses eine Menge mehr Stress und Verantwortung in der Ballverteilung. Auch Jennifer musste sich mit der Mittelposition im Laufe des Turniers erst noch anfreunden. Aber es half nicht, da mussten wir durch. Den ersten Satz gegen Hann-Münden bogen wir noch so eben mit 25:23 herum. Der Zweite ging dann schon viel besser mit 25:18 an uns. Die nächste Spielrunde hatten wir frei, doch Svenja kam mächtig ins Schwitzen bei ihrem ersten Einsatz als 1. Schiedsrichter, da wir auf beiden Feldern ein Schiedsgericht stellen mussten. Im zweiten Spiel gegen den Ausrichter agierten wir zu zögerlich. Die Annahme und das Zuspiel kamen zu ungenau, so dass nicht genug Druck im Angriff gegen den quirligen Regionsmeister aus Süd-Nds aufgebaut werden konnte.
Es setzte zwei knappe Satzniederlagen. Die vermeidlich leichteren Gegner waren damit erledigt. Unsere Wunschvorstellung hieraus vier Punkte zu holen wurde leider nicht erfüllt.
Der nächste Gegner hieß Wolfenbüttel. Bei der Regionsmeisterschaft lieferten wir uns ein spannendes Match und gingen knapp als Sieger vom Feld. Doch an eine Wiederholung des Erfolges glaubten im Vorfeld wenige, da der MTV eine herausragende Mittelspielerin besitzt, die das gesamte Spiel entscheiden kann. Doch wir schafften es durch harte platzierte Aufschläge Wolfenbüttel so entscheidend am Spielaufbau zu hindern, dass der Mittelangreifen nur selten zum Zug kam. Dieses gelang uns in beiden Sätzen sehr gut, so dass wir das Spiel mit 2: 0 gewannen. Zum Abschluss wartete mit dem schon feststehenden Bezirksmeister USC Braunschweig der dickste Brocken auf uns. Die Ergebnisse der anderen Spiele führten dazu, dass wir bereits vor dem letzten Spiel die Qualifikation zur Landesmeisterschaft in der Tasche hatten. So spielten die Mädels dann auch im ersten Satz. Erst ein paar deutliche Wort in der Auszeit brachte das schlingernde Schiff wieder auf Kurs bis Christin bei einer Rettungstat auf ihrem lädierten Daumen landete. Da waren es nur noch fünf! Den fragenden Blick auf die Ersatzbank erwiderte Steffi mit dem Signal zur Spielbereitschaft. Diesen Satz konnten wir dann doch nicht mehr umbiegen, doch im nächsten Durchgang brannten wir ein Aufschlagsfeuerwerk ab und holten uns verdient den Satzausgleich. Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass wir eine sehr verlustreiche Schlacht geschlagen haben und am Ende als Zweiter der Bezirksmeisterschaft nach Hause fahren konnten. Melanie machte als Mannschaftsführerin und hauptsachliche Punktesammlerin einen sehr guten Job an diesem Tag. Ganz bitter ist allerdings die Nachricht vom späten Sonntagabend, dass Steffi sich einen Anbruch des Fußgelenkes zugezogen hat und für sechs Wochen ausfällt. Auf diesem Weg von uns allen GUTE BESSERUNG. Für die Landesmeisterschaft am 18./19. Februar müssen wir dann das Personalkarussel erneut drehen. Wolfenbüttel rutschte als glücklicher Dritter zum Schluss noch auf den begehrten Qualfikationsplatz.
Für die VSG traten an: Melanie Strauch, Svenja Conrad, Lara Buchberger, Christin Wieder, Sarah Schmitdke, Jennifer Imm, Lena Hoffmann, Steffi Luttkus